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Foto: Teamfoto - Akademie

Über uns

Die Paritätische Akademie Thüringen der parisat gGmbH bietet Weiterbildungen für Fach- und Führungskräfte in allen Bereichen der sozialen Arbeit an.  Das Spektrum umfasst Seminare, Workshops und Zertifikatskurse zu aktuellen Themen der Branche. Unsere Veranstaltungen bieten fachliche Expertise durch bundesweit tätige Dozent*innen, Praxisnähe, vielfältige Methoden sowie eine grüne und erholsame Lernumgebung in unseren Seminarräumen in Neudietendorf. Für ein flexibleres ortsunabhängiges Lernen finden Sie auch digital gestützte Lernformate im Programm. Alle Veranstaltungen können auch als individuelle Inhouse-Weiterbildung bei Ihnen vor Ort angefragt werden.

Eine Übersicht aller Veranstaltungen und die Möglichkeit zur Anmeldung finden Sie hier: www.parisat.de/weiterbildungsprogramm

Für sozialversicherungspflichtig Beschäftigte in Thüringen ist ein Zuschuss zu den Weiterbildungskosten von bis zu 1.000 € jährlich möglich. Weitere Informationen zum WEITERBILDUNGSSCHECK erhalten Sie hier.
Unternehmen können einen Zuschuss in Form einer Anteilsfinanzierung beantragen. Weitere Informationen zur ANPASSUNGSQUALIFIZIERUNG erhalten Sie hier.

FrauBaderInterview zum Zertifikatskurs Case Management
Dozentin: Christiane Bader, Diplom-Sozialpädagogin (FH), Case Managerin (DGCC) und Case Management Ausbilderin (DGCC), Pflegeberaterin
Das Interview wurde geführt von Tina Manes, Öffentlichkeitsarbeit & Kommunikation, Der Paritätische Thüringen

Können Sie sich zu Beginn kurz in drei Worten beschreiben?

Begeisterte Case Management-Ausbilderin, praxisorientiert. Ich mag es, mit Kursteilnehmenden zusammenzuarbeiten, und es macht sehr viel Spaß, sie in dem zu begleiten, was sie da für sich entwickeln können.

Wie lange sind Sie schon Dozentin für Case Management?

Bereits seit 18 Jahren.

Wieso lehren Sie bei uns, bei der Paritätischen Akademie Thüringen?

Weil es eine wunderschöne Zusammenarbeit ist. Mir geht es als Dozentin sehr gut, da ich durch die Akademie eine gute Vorbereitung, schöne Arbeitsbedingungen und immer sehr nette Teilnehmende habe.

Was fasziniert Sie persönlich am Thema Case Management am meisten?

Das sind zwei Aspekte. Zum einen ist es eine Möglichkeit, Klient:innen aus ganz verschiedenen Bereichen eine sehr gute Hilfe zukommen zu lassen und die Qualität der Arbeit sowie die Klienten- und Personenorientierung zu erhöhen. Gleichzeitig ist es eine Möglichkeit, die eigene Arbeit zu strukturieren, also einen guten Plan und eine Struktur zu haben, wie ich in ganz komplexen Fällen vorgehe. Das ist eine wahre Gesundheitsprävention für Menschen, die im sozialen Bereich tätig sind.

Für wen ist die Weiterbildung „Case Management“ geeignet?

Case Management wird in allen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens und der Beschäftigungsförderung eingesetzt. Somit ist es im Grunde für alle Mitarbeitenden, die in diesen Bereichen arbeiten, ein wichtiges Konzept und eine zukunftsorientierte Methode, um in komplexen Fällen zu wissen, wie man vorgehen kann.

Wieso sollte die Weiterbildung unbedingt besucht werden?

Es ist zum einen eine Möglichkeit, sich weiterzubilden, um eventuell in einem neuen Berufsfeld zu arbeiten, wenn man wechseln oder sein Arbeitsfeld mehr in Richtung direkter Beratung und Koordination verändern möchte. Nachdem Care und Case Management in allen Bereichen des Sozial- und Gesundheitswesens und der Beschäftigungsförderung auch schon allein von den politischen Vorgaben her verlangt wird, ist es einfach eine zukunftsorientierte Weiterbildung, die ich in allen Bereichen dann auch anwenden kann.

Was ist der Mehrwert für die Praxis?

Der Mehrwert für die Praxis ist, dass ich eine Methode an die Hand bekomme, wie ich in schwierigen Situationen vorgehen, beraten, koordinieren und organisieren kann. Die Weiterbildung ist vor allem sehr praxisnah ausgelegt. Das heißt, die Teilnehmenden erlernen dieses Handlungskonzept, also die Theorie, und wir machen immer sofort den Übertrag in das Arbeitsfeld, in die eigene Praxis der Teilnehmenden. Sie können dann schauen, wie sie das Erlernte ganz konkret in ihrem Arbeitsfeld umsetzen können, was sie dazu brauchen und wie sie da vorgehen könnten. Zugleich tauschen sich die Teilnehmenden dazu dann auch noch aus, können dann also von den anderen Mitteilnehmenden Inspirationen bekommen. Das ist ein mehrfacher Input rundum.

Mit Blick auf die zunehmende Digitalisierung im Sozialwesen. Welche Rolle spielt gutes Case Management in der Zukunft und wie sehen Sie die Entwicklung des Arbeitsfeldes?

Die Digitalisierung spielt im Case Management eine große Rolle. Das geht schon bei der Dokumentation der Arbeit los. Aber es gibt natürlich auch spezielle digitale Anwendungen, die umgesetzt werden. Zum Beispiel gibt es Hilfeplanerstellung mithilfe von KI. Es gibt alle möglichen sehr spannenden, interessanten Entwicklungen und die Digitalisierung gehört natürlich im Case Management auch dazu. In allen Bereichen wird mitgedacht und im Kurs ist auch immer Thema, wie wir uns im Arbeitsfeld der Teilnehmenden weiterentwickeln, auch im digitalen Sinne, damit das Arbeiten effektiv und effizient ist. Also, was muss an digitalen Dingen weiterentwickelt werden im eigenen Arbeitsfeld, um Arbeitszeit zu sparen, aber trotzdem qualitativ gut zu arbeiten.

Welchen entscheidenden Tipp würden Sie Teilnehmenden mit auf den Weg geben, die neu im Case Management sind?

Die Teilnehmenden können im Rahmen der Ausbildung für sich einen Entwicklungsprozess machen. Also schauen, inwieweit ihnen diese Methode gefällt und inwieweit sie diese in dem Arbeitsfeld anwenden können. Automatisch ergeben sich im Kurs durch die Informationen Ausblicke auf vielleicht neue Arbeitsfelder, neue Arbeitsweisen, neue Stellen in dem Unternehmen, in dem man ist. Es ist vor allem auch ein Mehrwert, dass im Rahmen der Abschlussarbeit ein Projekt bearbeitet werden kann, mit dem die Teilnehmenden sich entweder bei ihrem Arbeitgeber, in ihrem Team oder in ihrem Unternehmen präsentieren können. Indem sie Ideen, Projekte und Visionen entwickeln, wie dort Case Management umgesetzt werden kann, können sie damit glänzen und sich als Expertin oder Experte für diesen Bereich profilieren. Das ist für viele auch ein sehr wichtiger Schritt.

Das klingt nach einer umfassenden Begleitung.

Ja, genau. Zusätzlich zu den Modulen gibt es selbstorganisierte Arbeitsgruppen und die Abschlussarbeit. Grundsätzlich bin ich als Kursleitung auch Coach für die Teilnehmenden. Ich bin erreichbar, auch wenn ich nicht im Modul da bin. Da können wir zwischendrin auch mal Fragen klären. Ich bin als Kursleitung da, und auch ziemlich kurzfristig und spontan erreichbar. Auch was die Erstellung der Abschlussarbeit angeht, erarbeite ich gemeinsam mit den Teilnehmenden ein Thema, das sie interessiert und für das sie begeistert sind. Ich stehe dann auch für die Erstellung zwischendrin gerne immer wieder für Fragen zur Verfügung und begleite das einfach so, dass alle wunderbar ihr Zertifikat bekommen können am Schluss.

Das Thema Netzwerken scheint auch eine große Rolle zu spielen.

Absolut. In diesem Kurs ist es so, dass die Teilnehmenden auch selbstorganisierte Arbeitsgruppen machen. Und weil der Kurs auf ganz viel Austausch ausgelegt ist, ist sozusagen der gesamte Kurs am Schluss ein großes Netzwerk mit Menschen aus verschiedenen Bereichen, das auch häufig danach noch genutzt wird. Da gibt es dann halt jemand, der eine Expertise hat zur Ausbildung für Menschen mit Behinderung, zur Pflege oder zum Kliniksozialdienst. Ständig werden irgendwelche Links und Informationen geteilt, auch schon während des Kurses. Da wird ganz viel Know-how zusammengetragen und die Kontakte bleiben natürlich bestehen und können auch hinterher noch genutzt werden. Das ist ein super Netzwerk für die Teilnehmenden.

Stimme aus der Praxis: Eine Teilnehmerin berichtet

"Ich habe mich für diese Ausbildung entschieden, da ich die Professionalität meiner Arbeit im klinischen Sozialdienst fortführen und verstetigen wollte und wurde durch den Kurs dahingehend gestärkt und unterstützt. Ich habe viele wichtige Informationen für meine Arbeit erhalten, vor allen Dingen im direkten Austausch mit den Klienten, aber vor allen Dingen auch in dem Umgang auf Organisations- und Netzwerkebene. Ich werde viele dieser Erkenntnisse in meiner praktischen Arbeit aufnehmen können, um meine Qualität der Beratungen zu erhöhen und zu verbessern.
Positiv zu benennen ist einfach, dass man ganz viele tolle Menschen hier kennenlernt, die aus unterschiedlichsten Professionen kommen, die unterschiedliche Berufserfahrungen haben, mit denen man sich zu unterschiedlichsten Themen des Care und Case Managements austauschen kann. Vor allen Dingen die Kursleitung trumpft mit absolutem Fachwissen, bringt auch immer wieder Praxisbeispiele mit in die Theorie hinein, so dass immer ein super Austausch zwischen Theorie und Praxis ist. Ich hoffe einfach, dass wir ganz lange davon auch zehren können."